Die soziale Frage 

Protokoll für: Mittwoch, 18.01.2006         Protokollschreiber(in):  Artur Gillich

Wer löst die soziale Frage?

Bildbeschreibung des Bildes 'Capital and Labour' aus dem Punch-Magazin (1843)

In dem Bild ist zu erkennen, dass aus Sicht des Autors die Industrialisierung zur Aufteilung der Gesellschaft in zwei unterschiedliche führte. Auf der einen Seite waren da die Unternehmer (oben im Bild dargestellt), die in Reichtum lebten und mehr als genug Wohnraum für sich und ihre Familien hatten. Auf der anderen Seite jedoch standen die Arbeiter und Unterschichten, die in Armut lebten. Sie hatten nur wenig Wohnraum, litten Hunger und mussten selbst ihre Kinder zur Arbeit schicken. So war es auch nicht selten, dass sich Seuchen/Krankheiten schnell ausbreiteten.

Die soziale Frage:

Auf der einen Seite standen Gewinne und Reichtum der Unternehmer, auf der anderen Seite eldende Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiter.
Wie ließen sich diese Ungerechtigkeiten und Missstände beseitigen?

Karl Marx' Kommunistisches Manifest (1848)

Karl Marx kritisierte den Gegensatz von Unterschichten (Proletariat) und Unternehmern/Besitzbürgertum 
(Bourgeoisie). Während erstere von Verelendung betroffen waren (Pauperismus), häuften die andere auf ihre Kosten Besitz und Reichtum an.

Marx forderte daher einen gewaltsamen Umsturz der bestehenden gesellschaftlichen und Besitzverhältnisse. Er setzte sich für die Entmachtung und Enteignung des Besitzbürgertums ein. Das Privateigentum sollte aufgehoben und die Produktionsmittel, wie Fabriken und Maschinen, unter die Kontrolle des Staates überführt werden. In der Gesellschaft, die Karl Marx vorschwebte, sollte es kein Privateigentum mehr geben und die Klassenunterschiede völlig aufgehoben werden. Diese Gesellschaftsform nannte er Kommunismus.

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